Der erste Cappuccino draußen im Café - Sonnenschutz nicht vergessen!

Das erste Mal wieder die Wärme der Sonne auf der Haut spüren – danach haben wir uns in den kalten und dunklen Monaten gesehnt.
Doch selbst wenn die Frühjahrssonne unserer Seele guttut, unserer Haut kann sie schaden. Denn auch im Frühjahr geht von der Sonne krebserregende UV-Strahlung aus, wie der Dermatologe Prof. Eckhard Breitbart im Interview warnt.

Wie viel Kraft hat die Frühjahrssonne – genauer gesagt:
ihre UV-Strahlung – denn nun?
Eckhard Breitbart: UV-Strahlung können wir nicht sehen oder spüren, sie ist aber krebserregend. Sie verursacht mehrere Hunderttausend Schäden, wenn sie auf die Haut und das Erbgut trifft.
Dabei ist egal, ob das im Frühjahr, Sommer, Herbst oder im Winter beim Wintersport im Hochgebirge passiert. Wenn die Sonne senkrecht steht, hat die UV-Strahlung natürlich mehr Kraft, als wenn die Sonne tief steht. Aber krebserregend ist sie immer. Sie müssen nur rausgehen – und schon nehmen Sie Schäden mit. Auch dann, wenn Sie keinen Sonnenbrand bekommen.
Der Körper kann diese Erbgut-Schäden nicht alle reparieren. Und dann vergehen im Durchschnitt 40 Jahre, ehe es die Quittung dafür gibt: Hautkrebs.
Dieses Risiko machen sich viele Menschen allerdings nicht so bewusst, weil die Sonne ein lebensspendendes Gestirn ist. Denn ohne die Wärme und das sichtbare Licht könnten wir gar nicht existieren auf der Erde. Natürlich: Wenn es draußen schön ist, dürfen wir das genießen. Aber wir müssen uns vor UV-Strahlung schützen.

Eine Frau liegt im Gartenstuhl und genießt die wärmenden Sonnenstrahlen.
Jeder genießt die wärmenden Sonnenstrahlen. Foto: dpa-tmn/Christin Klose

Wie sieht ein guter UV-Schutz aus?
Breitbart: Man kann sich schon morgens den UV-Gefahrenindex seiner Region auf dem Handy anschauen – zum Beispiel beim Zähneputzen im Bad. Liegt der Tagesspitzenwert des Index am Tag bei 3 oder höher, heißt das, dass man sich korrekt sonnengerecht verhalten sollte.
Und das bedeutet: In der Mittagspause draußen am besten einen Hut aufsetzen, der bestenfalls eine Krempe von mindestens acht Zentimeter hat, um Nacken und Ohren zu schützen. Auch Kleidung und Schuhe bieten Schutz vor UV-Strahlung sowie eine Sonnenbrille für die Augen.
Was Sie nicht mit Kleidung bedecken können, können Sie mit einem schönen Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 30 bestreichen. Es sollte sowohl im UV-B-Bereich – der kurzwelligen Strahlung – als auch im UV-A-Bereich – der langwelligen Strahlung – schützen.
Außerdem sollte das Sonnenschutzmittel nicht parfümiert sein – und Sie sollten genügend davon auftragen. Zwei Milligramm pro Quadratzentimeter sollten es sein. Bei meinem achtjährigen Sohn müsste ich also einen gehäuften Teelöffel Sonnenschutzmittel nur für sein Gesicht verwenden, bei mir anderthalb Teelöffel.

Was ist noch wichtig jetzt im Frühjahr?
Breitbart: Die Haut muss sich langsam wieder an die UV-Strahlung gewöhnen. Im Winter waren wir schließlich streng bekleidet, weil es kalt war und wir nicht frieren wollten.
Was Sie also auch jetzt vermeiden sollten: sich in der Mittagszeit – von 11 bis 15 Uhr – ununterbrochen draußen hinstellen. Stattdessen sollten Sie immer mal wieder den Schatten suchen. Denn auch dort lässt sich wunderbar die Helligkeit des Frühlings genießen.    dpa

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.