Die Haut braucht besondere Zuwendung.

Einen Pflegebedürftigen beim Waschen zu helfen, das erfordert Feingefühl – und Wissen über die Bedürfnisse der Haut.

Im Alter ist die Haut besonders empfindlich. Wer einen älteren Angehörigen pflegt, sollte sich aus diesem Grund mit der Hautpflege genauer beschäftigen. Wird sie falsch durchgeführt, kann es zu Reizungen, Verletzungen und Infektionen kommen, warnt Daniela Sulmann vom Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Die Haut wird dünner und verletzlicher, oft ist sie trocken. Wunden heilen nicht mehr so schnell. Zu langes Baden oder intensives Waschen können ihr schaden. Auch auf stark schäumende und parfümierte Seifen sowie Waschzusätze verzichten Pflegende besser: Sie zerstören laut dem ZQP den Säureschutzmantel der Haut.

Senioren benötigen reichhaltige Cremes zur Pflege der Haut. Foto: Oliver Berg/dpa-tmn

Seifenfreie Waschlotion und ölige Creme

Milde, hautschonende Produkte sind grundsätzlich eine gute Wahl. Konkret raten die Pflegeexpertinnen und -experten zum Beispiel zu seifenfreier Waschlotion und rückfettenden Duschölen. Bei der Pflege trockener und dünner Haut empfehlen sie Produkte mit Urea, Glycerin oder Milchsäure. Mit öligen und fetthaltigen Cremes oder Lotionen ließen sich Feuchtigkeit und Schutzfunktion der Haut erhöhen.

Ebenfalls wichtig: Wasser, Schweiß und Ausscheidungen können dafür sorgen, dass die Haut wund wird. Insbesondere die Hautfalten sollten deshalb trocken gehalten werden. Bleiben Urin und Stuhl für längere Zeit in Kontakt mit der Haut, kann ihr das schaden.

Gewohnte Abläufe für ein sicheres Gefühl

Wenn einem bei der Körperpflege geholfen wird, ist das oft mit einer gewissen Scham verbunden. Gewohnte Abläufe und ein vertrauensvoller Umfang sind deshalb wichtig und können pflegebedürftigen Menschen ein sicheres Gefühl geben, erklärt das ZQP. Gut für ihr Selbstwertgefühl ist es, wenn sie möglichst viel selbst tun können – Angehörige sollten sie dabei unterstützen.
In einer kostenlosen Broschüre, die unter zqp.de heruntergeladen werden kann, sind Tipps rund um die Körperpflege gesammelt. dpa/tmn

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.