Was unterscheidet Grippe und Erkältung? Wie kann ich mich schützen?

Für die Wintersaison 2022/23 erwarten Fachleute deutlich mehr Grippeinfektionen als in den vergangenen Jahren. Darauf deuten auch Erfahrungen aus Australien hin, wo es bereits eine schwere Grippewelle gab. Um sich bestmöglich schützen zu können, sollte jeder gut über die Erkrankung informiert sein.

Antworten auf wichtige Fragen

Nein. Zwar werden beide Erkrankungen durch Viren ausgelöst, doch von verschiedenen Arten: Eine normale Erkältung kann von mehr als 200 verschiedenen Erregern verursacht werden, am häufigsten sind Rhinoviren. Die typischen Symptome wie Halsschmerzen, Schnupfen und Husten klingen meist nach einer Woche wieder ab. Für die echte Grippe sind dagegen Influenzaviren verantwortlich. Die Krankheit beginnt meist plötzlich mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie starkem Krankheitsgefühl. Sie zieht sich oft über Wochen hin. Besonders bei älteren und vorerkrankten Personen kann es zu Komplikationen wie einer Lungenentzündung oder einem Herzinfarkt kommen.

Nein. Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, die Grippe wird aber von Viren ausgelöst. Bei Komplikationen wie einer bakteriellen Superinfektion – zum Beispiel einer Lungenentzündung – können sie aber eingesetzt werden.

Die Grippeimpfung senkt das Risiko, schwer zu erkranken, deutlich. Zudem zeigen zahlreiche Studien, dass eine Grippeerkrankung bei geimpften Personen milder verläuft und seltener Komplikationen auftreten. Deshalb ist die Grippeimpfung für Menschen ab 60 Jahren besonders wichtig.

Grippeviren verändern sich ständig. Deshalb müssen die Impfstoffe jedes Jahr angepasst werden. Die Grippeimpfung sollte zur jährlichen Vorsorgemaßnahme werden.

Nein, denn üblicherweise werden Totimpfstoffe eingesetzt, die keine vermehrungsfähigen Viren enthalten. Allerdings braucht der Impfschutz ca. 14 Tage, um sich vollständig aufzubauen. Wer also wenige Tage nach dem Impftermin eine Grippe bekommt, hat sich wahrscheinlich angesteckt, bevor die Wirkung einsetzen konnte. Es kann nach der Impfung zu leichten Impfreaktionen kommen, wie zu einer Rötung oder Schmerzen an der Einstichstelle. Diese gehen in der Regel schnell vorüber und sind kein Anlass zur Besorgnis.

Der beste Zeitpunkt für die Impfung liegt zwischen Oktober und Mitte Dezember. Aber auch später, bis ins Frühjahr hinein, ist die Impfung noch wichtig und sinnvoll, denn so lange kann die Grippesaison dauern. djd

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.