Wenn der Kopf pocht, ist der Griff zur Schmerztablette oft nicht weit.

Doch manchen fällt das Schlucken schwer. Zerteilen sollte man dennoch nicht alle Tabletten – warum? Und: Was kann man dann tun?

Wer Schmerzmittel einnimmt, sollte ein großes Glas Wasser griffbereit haben. Denn mit viel Flüssigkeit lassen sich die Tabletten nicht nur besser schlucken. Das Wasser verhindert auch, dass Tablettenreste in der Speiseröhre hängen bleiben und hier die Schleimhaut schädigen. Darauf weist die Zeitschrift „Senioren Ratgeber“ (Ausgabe 9/22) hin.

Die Tabletten lösen sich mit Wasser eingenommen außerdem besser auf – und werden dann schneller vom Körper aufgenommen. Auch wichtig: Vorab etwas essen. Zwar wirken Schmerzmittel auf nüchternen Magen schneller, einige können den Magen aber auch angreifen. Wer Magenprobleme hat oder weitere Medikamente einnimmt, sollte deshalb vorab mit einer Ärztin oder einem Arzt abstimmen, ob zusätzliche Medikamente zum Magenschutz sinnvoll sind.

Ob man Schmerztabletten zerteilen kann, um sie leichter zu schlucken, oder sie in einem Stück einnehmen sollte, erkennt man übrigens oft an deren Form. Tabletten mit einer Bruchkerbe sind in der Regel darauf ausgelegt, zerteilt zu werden. Schmerztabletten, deren Wirkstoffe den Magen reizen können, haben hingegen oft einen magensäurefesten Überzug, der sich erst im Dünndarm auflöst. Diese Filmtabletten sollten vor der Einnahme nicht zerteilt werden. Sonst fällt der schützende Effekt für den Magen weg. Generell gilt: Vor der Einnahme bei Ärzten oder in der Apotheke nachfragen, wie oft das jeweilige Schmerzmittel genommen werden kann – und ob bei Schluckproblemen eine Zerkleinerung möglich ist.

Foto: pixabay
Scroll to Top
2021_Logo_Schrift_Vorteilhaft-leben_Initiative_blanko

Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.