Unter anderem Brustkrebspatientinnen profitieren vom neuen Operationsmikroskop.

Technischer Fortschritt hat in den vergangenen Jahrzehnten und Jahren die Medizin revolutioniert. Im Bereich der Chirurgie gilt das auch für die Mikrochirurgie und die Robotik. Der Grad der Präzision und Perfektion, der heute dank solcher Technik erzielt werden kann, schien vor nicht allzu langer Zeit noch unerreichbar. Vor Kurzem hat das Sana Klinikum Hof ein hoch leistungsfähiges Operationsmikroskop angeschafft. Professor Dr. Dr. Elias Polykandriotis, Chefarzt der Plastischen-, Hand- und Mikrochirurgie, erklärt, wie unter anderem Brustkrebspatientinnen von dieser Anschaffung profitieren: „Wir bieten in Hof die sogenannte mikrochirurgische Brustrekonstruktion an. Dabei wird die Brust der Patientin mit eigenem Gewebe aus dem Bauchraum aufgebaut. Die Brüste geraten auf diese Weise sehr schön, die Patientinnen haben nach der Operation seltener Probleme – und sie erhalten gleichzeitig auch eine Bauchstraffung.“

Die Diagnose Brustkrebs ist für Betroffene nicht nur ein Schock und eine Zäsur, die viele Sorgen und Ängste mit sich bringt. Auch wenn die Behandlung abgeschlossen und der Krebs besiegt ist, fühlen sich viele Frauen noch nicht wieder „komplett“, wenn die Brust oder Teile davon nicht erhalten werden konnten. Brustkrebs ist nicht nur ein Angriff auf Leben und Gesundheit, sondern auch auf die Weiblichkeit.

In besten Händen im Sana Klinikum Hof

„Wieder eine Brust zu haben, ist ein wichtiger Schritt, sich wieder besser zu fühlen“, berichtet eine Patientin von Professor Dr. Dr. Polykandriotis. „Ich hatte zuvor zwar eine Brust-Prothese – aber das ist kein Vergleich.“ Natürlich habe sie Angst vor der Operation gehabt und auch lange überlegt, ob sie sich wirklich für die Rekonstruktion aus Eigengewebe entscheiden soll. „Das ist ja keine leichte Operation.“ Sie habe sich jedoch zu jeder Zeit gut beraten und in besten Händen gefühlt. „Das Ergebnis ist super geworden“, erzählt die Patientin, die andere Betroffene an ihren Erfahrungen teilhaben lassen möchte. „Die Brust fühlt sich völlig natürlich an und sieht auch natürlich aus. Wenn man es nicht weiß, erkennt man nicht, dass es keine ,echte‘ Brust ist. Ich habe die Entscheidung nie bereut.“ Die Schmerzen, auch an dem gestrafften Bauch, seien nicht schlimm gewesen. Drei oder vier Tage lang habe sie eine Schmerzpumpe gehabt. „Und danach habe ich überhaupt keine Schmerzmittel mehr gebraucht.“

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Professor Dr. Dr. Elias Polykandriotis mit einer zufriedenen Patientin. Foto: Sana Klinikum Hof

Das neue Mikroskop macht die anspruchsvolle Operation, bei der die Bauchmuskulatur intakt bleibt und nur überschüssiges Fettgewebe verwendet wird, für Professor Dr. Dr. Polykandriotis einfacher: „Ein entscheidender Vorteil ist die integrierte Laserkamera.“ Dank dieser Kamera können die Operateure durch die Gefäße durchschauen und beobachten, wo und wie das Blut durch die Gefäße fließt. „Die mikrochirurgischen Operationen werden – nicht nur im Bereich der Brustrekonstruktion – immer häufiger, und die Vorteile für unsere Patienten sind groß.“
Seit zwei Jahren ist das Sana Klinikum Hof zertifiziertes Brustzentrum. Dafür müsse die plastische Chirurgie eine besondere Expertise im Brustaufbau vorweisen. Zudem wird schon ab der Diagnose jeder einzelne Fall in einer interdisziplinären prä- und posttherapeutischen Tumorkonferenz besprochen, in der alle Spezialisten der verschiedenen Fachabteilungen zusammensitzen und gemeinsam für jede Frau eine individuelle Empfehlung erstellen. Die Kosten für die Brustrekonstruktion nach einer Krebserkrankung übernehmen die Krankenkassen – auch für die mikrochirurgische Brustrekonstruktion. „Diese Methode hat zudem den Vorteil, dass sie auch nach einer Bestrahlung geeignet ist“, erklärt Professor Dr. Dr. Polykandriotis. „Ich kann es jeder Frau nur empfehlen“, ergänzt seine ehemalige Patientin.

Sana Klinikum Hof

Chefarzt: Professor Dr. Dr. med. Elias Polykandriotis, MHBA
Plastische-, Hand- und Mikrochirurgie

Telefon 09281 98-2236
E-Mail skh-plastische-chirurgie@sana.de

www.sana.de/hof

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.