Apotheker beraten:

Diabetes mellitus, oder umgangssprachlich „Zuckerkrankheit“ ist eine chronische Stoffwechselerkrankung und zählt zu den Volksleiden. „Die beiden wichtigsten Formen sind der Typ-1- und der Typ-2-Diabetes“, erklärt Apotheker Martin Gebhardt, Pressesprecher der Apotheker im Landkreis Wunsiedel.

„Während die Ursache für Typ-1 Diabetes oft ein völliger Mangel am körpereigenen Hormon Insulin ist, steigt die Gefahr an Typ-2-Diabetes zu erkranken, vor allem bei Patienten mit Übergewicht, zu viel Bauchfett oder Bewegungsmangel. Auch Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte gelten als Vorstufe von Typ-2-Diabetes“. Bereits durch einfache Tests, wie beispielsweise das Bestimmen des Body-Mass-Index, oder das Messen des Blutdrucks und des Bauchumfangs können Apotheker*innen das Diabetesrisiko einschätzen. Sollten diese Werte zu hoch sein, wird die Apotheker*in den Gang zum Hausarzt empfehlen.

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Gezielte Prävention

Apotheken bieten als wohnortnahe Dienstleister beste Voraussetzungen, um an der Vorbeugung von Typ-2-Diabetes mitzuwirken und den Kund*innen und Patient*innen durch gezielte individuelle Beratung zu einem gesünderen Lebensstil zu verhelfen. Gebhardt: „Die Apotheken sind ein guter Ort für gezielte Prävention von Typ-2-Diabetes, weil wir Apothekerinnen und Apotheker einen guten Kontakt und ein gutes Vertrauensverhältnis zu unseren Patienten und Patientinnen haben“.

Diabetes äußert sich oft durch starken Harndrang und ständigen Durst. Aber auch Symptome wie Müdigkeit, trockene Haut und häufige Infekte können dafürsprechen. „Es ist wichtig, die Krankheit rechtzeitig zu behandeln, um Schäden an Organen wie Herz, Augen, Nieren und Nerven zu vermeiden“, erklärt Apotheker Gebhardt.

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.