Adipositaszentrum Hof des Sana Klinikums Hof lädt am 17. April um 18 Uhr zum Vortrag und Austausch in den Konferenzsaal ein.

Am Mittwoch, 17. April, findet um 18 Uhr im Konferenzsaal des Klinikums ein Vortrag mit dem Titel „Zuckerkrank, Herzkrank, Gelenk- und Rückenschmerzen – was tun bei starkem Übergewicht?“ statt. Referent ist Herr Ammar Mahdi, Leiter des Adipositaszentrum Hof und Oberarzt der Allgemein-, Viszeral-, und Thoraxchirurgie am Sana Klinikum Hof. Das Team des Adipositaszentrums Hof besteht aus Ernährungsfachkräften, Chirurgen und Internisten. Diese wiederum tauschen sich auch eng mit den innerklinischen und ortansässigen Hausärzten, Orthopäden, Neurologen, Schlaflaboren, Pulmologen, Kardiologen und Endokrinologen aus, die je nach individueller Erfordernis und Nebenerkrankungen des Patienten mit einbezogen werden.

„Patientinnen und Patienten, die sich an uns wenden, haben bereits einen langen Leidensweg hinter sich“ weiß Herr Mahdi. „Der erste Schritt zur Kontaktaufnahme fällt vielen schwer. Ängste, Verzweiflung und Scham spielen eine große Rolle. Auch Bemerkungen der Außenwelt wie ,Du willst abnehmen? Dann iss halt weniger oder treibe mehr Sport!‘ sind demütigend und keinesfalls hilfreich. Wir können an diese Menschen nur immer wieder appellieren, sich an uns zu wenden und das umfangreiche Angebot des Zentrums zu nutzen.“

Sana Klinikum Hof unterstützt Betroffene bei Umstellung des Lebensstils

Am Sana Klinikum Hof werden verschiedene Programme für Menschen mit Adipositas angeboten. Ziel der Programme ist es, Patientinnen und Patienten bei der Umstellung des Lebensstils zu unterstützen. Das gilt natürlich vor und nach einer Adipositasoperation – vor allem aber auch zur Vermeidung einer solchen. Die konservative Therapie zur Gewichtsreduktion findet in Kleingruppen statt. In einem Zeitraum von sechs Monaten stehen zehn Gruppensitzungen mit verschiedenen Inhalten auf dem Programm – unter anderem mit dem Einüben eines flexiblen, aber kontrollierten Essverhaltens, dem Erarbeiten von Motivationsstrategien zur Lebensstiländerung, einem gesunden Stressmanagement sowie der Vermittlung von Strategien zum langfristigen Erhalt der erreichten Gewichtsabnahme. Begleitend findet eine angeleitete Bewegungstherapie statt. Diese Programme werden von den Krankenkassen finanziert.

Starkes Übergewicht belastet Körper und Psyche. Im Adipositaszentrum Hof am Sana Klinikumg finden Betroffene Ansprechpartner und Hilfe.
Starkes Übergewicht belastet Körper und Psyche. Im Adipositaszentrum Hof am Sana Klinikumg finden Betroffene Ansprechpartner und Hilfe. Foto: motortion - stock.adobe.com/Ievgen Chabanov

„Grundsätzlich können sich alle Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 35 an uns wenden und in das konservative Gewichtsreduktionsprogramm aufgenommen werden“, erklärt Chefarzt Prof. Christian Graeb. „Im Rahmen eines unverbindlichen Erstgesprächs wird zusammen mit den Patienten erarbeitet, ob überhaupt ein konservatives Programm möglich ist. Ein Teil unserer Patienten hat bereits so schwere Begleiterkrankungen an Herz, Lungen, Nieren oder Bewegungsapparat, dass ein konservatives Programm nur wenig Erfolg verspricht und eine operative Therapie das Mittel der Wahl ist.“ Auch bei den Operationen gilt: „Es gibt verschiedene Methoden, und wir suchen gemeinsam mit den Patienten nach der individuell passenden Lösung.“

Herr Ammar Mahdi
Leiter des Adipositaszentrum Hof, informiert am Aktionstag über Angebote für Adipöse.

Prof. Christian Graeb
Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie.

Sana Klinikum Hof GmbH
Adipositaszentrum Hof

Eppenreuther Straße 9
95032 Hof

Telefon 09281 98-3818
Telefax 09281 98-2391
jessica.schraml@sana.de

Termine nach telefonischer Vereinbarung

Fotos: Schwarzenbach-Fotografie

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.