© Andreas Türk

Alexandra Neuss (rechts) kümmert sich beim reha team um das Thema Zweithaarversorgung.

Ganzheitlicher Ansatz und individuelle Beratung: So kümmert sich das reha team um das Thema Zweithaar

Wenn Petra D. über ihre Haare spricht, sieht man ein Lächeln. Die 60-Jährige hat nach einem schweren Unfall 2003 insgesamt acht Operationen hinter sich. Vor knapp zwei Jahren musste die künstliche Schädeldecke erneut ausgetauscht werden. Zur körperlichen Belastung durch die Operationen kam auch eine seelische: Ständig hat sie ein Tuch getragen, sich versteckt und nicht am Leben teilgenommen. Dann wurde sie auf das Angebot des reha teams zur Zweithaarversorgung aufmerksam und wagte den Schritt zu einer Perücke. Seit dieser Zeit hat sie wieder Lebensfreude und Mut, neue Aufgaben anzugehen.

Beim reha team wurde sie von Alexandra Neuss betreut. Die gelernte Friseurin ist Visagistin, Pflegefachkraft und Ayurveda-Therapeutin. Sie kümmert sich um die neuen Haare für Menschen wie Petra D. „Mir ist der ganzheitliche Ansatz besonders wichtig“, sagt sie. Haare und Frisur müssten zum ganzen Typen, zum Charakter und der Hautfarbe passen. Deshalb nimmt sie sich im abgeschirmten Bereich sehr viel Zeit – Zeit für Analyse, Beratung und Anpassung.

„Perücken sind nicht mehr wie früher“, baut die Expertin Vorurteile ab. Es gibt tolle Mischungen aus Kunsthaar und Echthaar, Farben und Schnitte können individuell angepasst werden. „Wir finden für jeden eine Lösung, die an seine Lebenssituation angepasst ist“, sagt Neuss. Gründe für eine Perücke gibt es viele, beispielsweise bei krankhaftem Haarausfall, nach Chemo-Therapien, Unfällen oder bei dünnem Haar – und das sowohl für Männer als auch für Frauen.

Eine gute Perücke ist Typfrage

Wichtig ist für das reha team die Qualität der Zweithaarversorgung. Das fängt bei der Typberatung an und setzt sich über Farbe, Schnitt und Passform fort. „Die Qualität der Beratung ist entscheidend für die Lebensqualität“, so Alexandra Neuss. Und: Nicht die erste Lösung ist immer die beste. Deshalb werden immer mehrere Varianten bestellt – so lange, bis die Perücke gefunden ist, die zum Typ passt.

„Du schaust gut aus“, haben die Menschen zu Petra D. gesagt, als sie zum ersten Mal mit der neuen Perücke unterwegs war. Jetzt geht sie nicht mehr ohne aus dem Haus – mit neuem Selbstbewusstsein, neuer Lebensfreude und immer einem Lächeln auf den Lippen.

Experten­kontakt

Alexandra Neuss

reha team Bayreuth
Gesundheits-Technik GmbH

Am Bauhof 11
95445 Bayreuth

Tel.: 0921/74743-0

Copyright – Verlagsgruppe HCSB

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.