Zeitpunkt-Angabe bei Medikamenten beachten

Hauptsache rein und runter? Ganz so einfach ist es bei Medikamenten leider nicht. Manche wirken zum Beispiel nur, wenn der Magen leer ist. Und andere brauchen sogar Begleitung durch Essen.

Baierbrunn (dpa/tmn) – Vor dem Essen nehmen, nach dem Essen, mit dem Essen: Solche Angaben finden sich bei vielen Medikamenten. Patienten sollten sie unbedingt beachten, berichtet die Zeitschrift „Diabetes Ratgeber“. Denn für die Angaben gibt es konkrete Gründe. 

Werden Tabletten zum Beispiel vor dem Essen oder auf nüchternen Magen genommen, gelangen Wirkstoffe schneller in den Darm und damit ins Blut. Bei manchen Arzneimitteln ist das wichtig, damit sie eine optimale Wirkung entfalten. Am besten wartet man bei solchen Medikamenten nach der Einnahme noch 30 bis 60 Minuten, bevor man mit dem Essen beginnt.

„Mit dem Essen“ bedeutet dagegen tatsächlich, Tabletten zwischen zwei Bissen oder direkt danach zu schlucken. Empfohlen wird diese Eingabe zum Beispiel bei Medikamenten, die der Magenschleimhaut schaden können. Durch die Vermischung mit Speisebrei lässt sich das verhindern.

Kniffliger ist der Hinweis „nach dem Essen“: Oft lässt sich nicht genau sagen, was damit gemeint ist – Patienten sollten daher beim Arzt oder in der Apotheke nachfragen.

<em>Jetzt oder später Wann eine Tablette eingenommen werden muss erfahren Patienten aus der Verpackungsbeilage Foto Christin Klosedpa tmn<em>

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.