Entspannungstechniken zum Stressabbau.

Anhaltender Stress, dauernde Unruhe und ständige Reize belasten Körper und Psyche. Viele Menschen leiden deshalb unter Kopfschmerzen, schlafen schlecht oder sind unkonzentriert. Geraten Körper und Psyche durch Belastungen oder Erkrankungen aus dem Gleichgewicht, ist es mit gezielten Entspannungstechniken, wie beispielsweise dem Autogene Training oder der Progressiven Muskelrelaxation möglich, die innere Balance wieder zu finden, nachhaltig zu entspannen und die eigenen gesundheitlichen Potentiale und Ressourcen zu stärken.

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Das Autogene Training ist ein ganzheitliches Entspannungsverfahren und wurde von dem Berliner Nervenarzt Prof. Dr. J. H. Schultz entwickelt. Durch konzentrative Selbst- oder Eigensuggestion wird ein Zustand tiefer Entspannung und Ruhe und damit Erholung bewirkt.
Die Muskeln oder auch chronische Verspannungen können gelockert werden, die Blutgefäße können entspannen und sich weiten, so dass eine bessere Durchblutung des Körpers gewährleistet wird und über das Vegetative Nervensystem werden die Vitalfunktionen, wie Atmung, Kreislauf oder Verdauung beruhigt bzw. harmonisiert.

Die Progressive Muskelrelaxation gehört zur Gruppe der körperorientierten Entspannungsverfahren. Diese Methode wurde von dem Arzt und Psychologen Edmund Jacobsen entwickelt. Er fand heraus, dass es bei Stress oder Angst zu einer reflexhaften Anspannung der Muskulatur kommt. Umgekehrt gilt aber auch, dass eine Lockerung der Muskulatur zu einem Ruhegefühl führt. Die Progressive Muskelrelaxation wirkt daher mit intensiver muskulärer Entspannung der Stressreaktion entgegen, also die körperliche Entspannung führt dazu, dass der Geist auch entspannen kann.

Richtig zu entspannen ist wichtig für unser Wohlbefinden und für unsere Gesundheit. Eine kleine Auszeit – und sei es nur wenige Minuten täglich – kann aktuelle Spannungszustände lösen und sogar chronische Verspannungen lindern. Eine kurze Entspannung zwischendurch beseitigt zwar nicht die Ursache von Ärger, Termindruck und Kummer, hilft aber, Abstand zu bekommen.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! (Erich Kästner)

Sie möchten die Technik von AT und/oder PMR erlernen und für sich im Alltag nutzen? Dann tun Sie sich doch was „Gutes“ und melden Sie sich zum Kurs an! Im Rahmen der „Woche der seelischen Gesundheit“ macht der Gesundheitssportverein Klinikum Bad Salzungen e. V. zudem das Angebot, eine „Schnupperstunde“ zu nutzen und zwar am 18.10.2022. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist und eine vorherige Anmeldung erforderlich ist.

Heidrun Inder
GIZ Gesundheitsinformationszentrum Klinikum Bad Salzungen GmbH
Lindigallee 3
36433 Bad Salzungen

Telefon: 03695/64-4769
www.giz-badsalzungen.de

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.