Schilddrüsen-Zentrum lädt zum Vorsorge-Screening am 25. Mai von 12 bis 16 Uhr

Den meisten Menschen fällt gar nicht auf, dass es sie gibt. Sie bemerken die schmetterlingsförmige Drüse unterhalb des Kehlkopfes ein Leben lang nicht. Bei anderen bringt sie den Alltag ziemlich durcheinander. Um über die Bedeutung der Schilddrüse und ihre Funktion aufzuklären, lädt das Schilddrüsen-Zentrum im SRH Zentralklinikum Suhl zu einem Screening ein. „Von der Schilddrüse werden Hormone produziert, die den Stoffwechsel im menschlichen Körper mit steuern“, erklärt Chefärztin Dr. Sabine Presser. „Manche Erkrankungen der Drüse sorgen dafür, dass zu wenige oder zu viele Hormone ausgeschüttet werden. Das spüren unsere Patienten sehr deutlich.“

Schilddrüsen-Check
Ein Schilddrüsen-Check findet am 25. Mai im SRH Zentralklinikum statt. Foto: New Africa - stock.adobe.com

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse verlangsame sich der Stoffwechsel im Körper. Die Folge können eine rasche Gewichtszunahme, schnelles Frieren und Abgeschlagenheit sein. Auch Gedächtnisschwäche, Haarausfall, vermehrte Ödeme, Verstopfungen oder eine depressive Stimmungslage zählen zu den Anzeichen einer Schilddrüsen-Unterfunktion.

Schüttet die Schilddrüse zu viele Hormone aus, sind etwa übermäßiges Schwitzen, innere Unruhe, Durchfall und Gewichtsverlust trotz größerem Appetit die Folge. Sowohl die Über- als auch die Unterfunktionen der Schilddrüse können zu einer Vergrößerung des Organs führen. „Die bekannten Bilder von Menschen mit einem richtigen ‚Kropf‘ gehören allerdings weitgehend der Vergangenheit an“, weiß die Chefärztin.

Dennoch könne es bei einer Vergrößerung des Organs zu Knötchenbildung kommen, die ein Druckgefühl im Hals oder gar Schluckbeschwerden verursachten.

„In unserem Schilddrüsenzentrum untersuchen wir das Organ und seine richtige Funktion ganz genau. Bei einer Über- oder Unterfunktion können wir und unsere Kollegen aus der Nuklearmedizin oftmals zu einer medikamentösen Therapie raten. Sollten sich bereits Knoten gebildet haben, ist eine Operation meistens die Therapie der Wahl, um die Lebensqualität unserer Patienten wieder herzustellen“, so die Chefärztin.

Im Rahmen des Welt-Schilddrüsen-Tages am 25. Mai laden wir von 12 bis 16 Uhr zum Schilddrüsen-Screening ein. Rund 80 Patientinnen und Patienten haben so die Möglichkeit, ihre Schilddrüse schmerzfrei von Fachmedizinern per Ultraschall beurteilen zu lassen. Da das Screening-Verfahren einige Zeit in Anspruch nimmt, ist eine Voranmeldung (bis zum 19. Mai) unbedingt unter Telefon 0152 29427799 erforderlich. Während des Screenings wird die Größe der Schilddrüse beurteilt und eventuelle Unregelmäßigkeiten in dem Organ unter die Lupe genommen. „Das bietet sich vor allem für all jene an, die eines der oben genannten Symptome beobachten“, so Dr. Presser. Wenn nötig, wird eine weiterführende Diagnostik empfohlen. Das Screening findet im Mehrzweckgebäude (Albert-Schweitzer-Str. 4) statt. Freie Parkplätze im Gelände können an diesem Tag genutzt werden.

SRH Zentralklinikum Suhl GmbH

Albert-Schweitzer-Str. 2
98527 Suhl

Telefon +49 (0) 3681 35-9
Telefax +49 (0) 3681 35-5001
e-Mail: info.zs@srh.de

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.