Denn aus saisonalem Obst und Gemüse aus Deutschland lassen sich unendlich viele Köstlichkeiten zaubern - und das nicht nur im Januar!

Veganer Januar! Gute Neujahrsvorsätze setzen oft bei einer gesünderen Ernährung an. Für so manchen sind sie auch die willkommene Gelegenheit, nach den üppigen Festtagen einmal den veganen Lebensstil für sich auszuprobieren.

Und so weckt der Januar nicht nur bei ausgewiesenen Gemüse-Liebhabern die Experimentierfreude. Denn egal ob „Veginner“ oder „eingefleischter Veganer“, die Vielfalt der rein pflanzlich basierten Ernährung auszuprobieren und Neues zu lernen, ist ein sehr leckeres und abwechslungsreiches Vergnügen. Darauf baut auch die aus Großbritannien stammende, gemeinnützige Kampagne „Veganuary“. Sie motiviert von Jahr zu Jahr mehr Menschen, einen Monat lang vegan zu leben. Doch ganz gleich was man aus dieser Erfahrung für sich mitnimmt, sie ist in jedem Fall der Start in ein gesundes und experimentierfreudiges neues Jahr. Wer dafür noch schmackhafte Inspirationen benötigt, wird bei „Deutschland – Mein Garten.“ fündig: Hier werden alle Interessierten mit einem bunten Mix aus Rezepten, Wissen und Zubereitungstipps durch den Januar und wenn sie möchten, sogar durch das ganze Obst- und Gemüse-Jahr begleite.

Besser essen? Kein Problem!

Bewusste Ernährung liegt im Trend. Und das völlig zu Recht! Denn frisches Gemüse unterstützt effektiv einen gesunden und kalorienarmen Ernährungsstil. Und wenn es aus heimischem Anbau stammt, ist es nicht nur besonders frisch, knackig und schmackhaft, sondern tut dank kurzer Transportwege auch noch etwas für die Klimabilanz.

So ist auch der Verbrauch an frischem und weiterverarbeitetem Gemüse in Deutschland im letzten Jahr erneut gestiegen – auf ganze 109 kg pro Kopf. Als beliebteste Gemüseart Deutschlands hat sich erneut die Tomate an die Spitze des Rankings gesetzt. Denn aus saisonalem Obst und Gemüse aus Deutschland lassen sich unendlich viele Köstlichkeiten zaubern – und das nicht nur im Januar!

Das Comeback alter Gemüsesorten

Jahrhundertelang gehörten sie zum Standardrepertoire der heimischen Winterküche: Pastinake, Petersilienwurzel, Topinambur, Mangold oder auch die auf den ersten Blick gar nicht so einladende Schwarzwurzel. Sie waren fast schon in Vergessenheit geraten. Doch jetzt sind sie zurück, liegen sogar im Trend. Bei Spitzenköchen und Fans der regionalen und saisonalen Küche sind sie gleichermaßen beliebt. Denn oft überraschen sie mit einem Feuerwerk der kulinarischen Extraklasse. Und gesund sind sie auch noch!

Schwarzwurzeln: mit allen Sinnen genießen!

Auf den ersten Blick wirkt die Schwarzwurzel eher wie ein Stück Holz als ein Nahrungsmittel. Auch auf den zweiten Blick präsentiert sich die winterliche Delikatesse anfangs zäh und widerspenstig. Sie verfärbt sich schnell und sondert beim Schälen einen klebrigen Saft ab. Doch mit einem geschickten „Küchen-Hack“, lässt sich das Problem beheben und man erhält ein zartes, schneeweißes Wintergemüse mit einem würzigen, leicht nussigen Geschmack!

Die Top 10 Gemüsearten in Deutschland (kg/pro Kopf*)

  1.  Tomaten (31,3 kg)
  2. Möhren, Karotten, Rote Bete (11,5 kg)
  3. Zwiebeln (9,0 kg)
  4. Gurken (7,5 kg)
  5. Blattsalat (5,7 kg)
  6. Weißkohl, Rotkohl (4,7 kg)
  7. Wirsing, Chinakohl, Kohlrabi (2,5 kg)
  8. Bohnen (2,2 kg)
  9. Champignons (2,0 kg)
  10. Blumenkohl, Grünkohl, Broccoli (2,0 kg)

(*AMI nach GfK Haushaltspanel)

Zubereitung: Die Wurzeln erst waschen, von allen Erdresten befreien, dann mit einem Gemüseschäler schälen und sofort in Wasser mit einem Spritzer Zitrone oder Essig legen. Dabei am besten Handschuhe und eine Schürze tragen. Denn die Wurzeln sind von kleinen Kanälen mit einem milchigen Saft durchzogen, der bei Luftkontakt braun wird und zu Verfärbungen an Haut und Kleidung führen kann. Danach werden die Schwarzwurzeln in Salzwasser gekocht.
Alternativ können sie nach dem Säubern mitsamt der Schale in mit Kümmel und Essig gewürztem Wasser gekocht und nach etwa 20 – 25 min mit kaltem Wasser abgeschreckt werden. Die Schale lässt sich anschließend recht leicht und ohne Verfärbungen abziehen.

Lagerung: Im Gemüsefach des Kühlschranks lässt sich die ungewaschene Schwarzwurzel rund zwei Wochen aufbewahren. Wird sie an einem kühlen trockenen Ort in einer Kiste mit Sand gelagert, hält sie sogar mehrere Monate.

Power: Die Schwarzwurzel ist ein wertvolles Wintergemüse und enthält so wichtige Nährstoffe wie Vitamin E, Kalzium und Kalium. Dazu liefert sie jede Menge Ballaststoffe, ist leicht verdaulich und sehr eiweißreich. BVEO

Zubereitung:

Salzwasser in einem Topf mit Essig zum Kochen bringen. Inzwischen Schwarzwurzeln (am besten mit Handschuhen und unter laufendem Wasser) schälen, dritteln und etwa 20 Minuten bissfest garen. Anschließend in ein Sieb abgießen und abkühlen lassen.

Für den Teig Mehl, Panko-Paniermehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermischen. Öl mit dem Schneebesen unter ständigem Rühren unterrühren und Sprudelwasser nach und nach dazugeben,
bis eine cremige Masse entsteht.

Öl zum Frittieren in einem Topf erhitzen.

Gekochte Schwarzwurzeln trockentupfen, in etwa 4 Portionen durch den Teig ziehen und dann im heißen Öl (Stäbchentest) jeweils 5 Min. frittieren, bis der Teig goldgelb und knusprig ist.

Aus dem Öl nehmen und auf Küchenpapier abtropfen.

Für den Dip Koriander waschen, trocken schütteln und fein hacken. Zusammen mit Misopaste, Ahornsirup und Limettensaft verrühren und zusammen mit den frische gebackenen Schwarzwurzel-Sticks genießen.

Zutaten (für 2 Personen):

Das fertige Gericht. Foto: arianebille

Für die Sticks:

  • 500 g Schwarzwurzeln
  • 30 ml Weißweinessig
  • 100 g Weizen-Mehl
  • 20 g Panko-Paniermehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 160 ml kaltes Sprudelwasser
  • 750 ml Sonnenblumenöl zum Frittieren

Für den Dip:

  • 1 Stängel Koriander
  • 2 EL helle Misopaste
  • 1 ½ EL Ahornsirup
  • 2–3 TL Limettensaft

Copyright – Verlagsgruppe HCSB

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.