Helios Klinikum Meiningen eröffnet Zentrum für Diagnostik und Therapie

Wer sich einmal an einem Stück Brot verschluckt und damit einen Hustenanfall ausgelöst hat, weiß wie schmerzhaft eine solche „Fehlfunktion“ beim Essen sein kann. Dabei treten Disphagien (Zustände, in denen die Fähigkeit zu essen und zu trinken gestört ist) nicht nur, aber besonders häufig bei Patient:innen im Krankenhausumfeld auf. Um diesen Patient:innen künftig noch besser helfen zu können, hat das Helios Klinikum Meiningen ein Zentrum für Diagnostik und Therapie bei Schluckstörungen etabliert. Das Zentrum fungiert dabei als wichtige Anlaufstelle sowohl für Betroffene und deren Angehörige als auch für Therapeut:innen und Ärzt:innen, die sich in diesem Bereich weiterbilden möchten.

„Unser Ziel ist es, die Versorgung von Patient:innen mit Schluckstörungen in der Region zu optimieren und die Vernetzung von medizinischem Fachpersonal und Institutionen mit umfassendem Fachwissen auf dem Gebiet der Dysphagiologie anzuregen“, erklärt Anke Arnold, Fachtherapeutin für Dysphagie im Helios Klinikum Meiningen. Die Expertin für Schluckstörungen ist zudem spezialisiert auf das besondere Trachealkanülenmanagement bei Dysphagie.

Schluckstörungen (Dysphagien) haben in der Medizin in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Statistischen Erhebungen zufolge leiden bis zu 20 Prozent aller Pati-ent:innen in einem Akutkrankenhaus sowie 20 bis 50 Prozent aller Bewohner:innen von Seniorenheimen und über 30 Prozent aller Patient:innen mit neurologischen Erkrankungen daran. Eine der häufigsten Ursachen für das Auftreten einer Dysphagie ist der Schlaganfall, aber auch bei Krankheitsbildern wie Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose können Störungen des Schluckens und des Kauens auftreten. Unabhängig der Vorerkrankungen leiden vor allem ältere Menschen häufig an Schluckbeschwerden. Im Alltag macht sich das häufig bei der erschwerten Tabletteneinnahme bemerkbar oder wenn es bei Mahlzeiten vermehrt zu Hustenanfällen kommt.

Die Folge ist, dass Betroffene daraufhin bestimmte Lebensmittel vermeiden, aus Angst sich beim Schlucken zu „ver“schlucken. Und dies Angst ist durchaus nicht ganz unbegründet. Denn in schweren Fällen können Schluckstörungen gefährlich, teilweise lebensbedrohlich wer-den. Etwa dann, wenn Speisen und Flüssigkeit unbemerkt über die Luftröhre in die Lunge gelangen und körpereigene Schutzreflexe, wie das Husten, nicht mehr richtig funktionieren. Eine Lungenentzündung ist häufig die Folge.

Deshalb steht den Betroffenen im Helios Klinik Meiningen mit dem neu etablierten Zentrum für Diagnostik und Therapie bei Schluckstörungen ein spezialisiertes Team aus Ärzt:innen, Fachtherapeut:innen und Ernährungsberater:innen zur Seite, das sich mit seinem Angebot ausdrücklich auch an Patienten mit Trachealkanülenversorgung richtet. Das Team arbeitet eng zusammen mit dem Ziel, die Schluck- und Kaufunktion zu verbessern und Komplikationen bei der Nahrungsaufnahme zu verhindern. Aus der ausführlichen Diagnostik heraus werden Therapieziele abgeleitet, mit den Patient:innen besprochen und mithilfe eines Therapieplans im ambulanten Therapiezentrum des Klinikums individuell umgesetzt. Darüber hinaus erhalten Angehörige auf Wunsch eine eingehende Beratung zum Umgang mit Schluckstörungen im Alltag.

Dysphagie-Expertin Anke Arnold referiert am 18. Juni im Rahmen der 1. Meininger Gesundheitsesse über die Bedeutung und Behandlung von Schluckstörungen. Der knapp 30-minütige Impulsvortrag ist kostenfrei und startet um 13 Uhr in der Sparkassen-Lounge im Volkshaus Meiningen.

Fachtherapeutin Anke Arnold referiert am 18. Juni über Schluckstörungen. Foto: Helios Klinikum Meiningen

Ansprechpartner:
Helios Klinikum Meiningen
Zentrum für Diagnostik und Therapie bei Schluckstörungen
Frau A. Arnold, Fachtherapeutin für Dysphagie, Zertifizierte Expertin für Trachealkanülenmanagement bei Dysphagie
Telefonnummer: 03693 – 9021724 oder 901242

Pressekontakt:
Tamara Burkardt
Unternehmenskommunikation und Marketing

Helios Klinikum Meiningen
Telefon: (03693) 90-21066
Mobil: +49 1525 477 95 43
E-Mail: tamara.burkardt@helios-gesundheit.de

Das Helios Klinikum Meiningen ist ein Haus der Schwerpunktversorgung mit mehr als 440 Betten und Akademi-sches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. Es bündelt die fachübergreifende Kompetenz von Ärz-ten und Teams aus 15 Fachbereichen und zehn Zentren. Die einzelnen Fachbereiche des Helios Klinikum Meiningen gliedern sich in Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Anästhesiologie und Intensivmedizin, Gynä-kologie und Geburtshilfe, Mammachirurgie/ Brustzentrum, Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Klinik I und Medizinische Klinik II, Neurologie, Neurochirurgie, Notfallmedizin, Orthopädie, Radiologie, Schmerz- und Palliativmedizin, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Urologie und den Belegabteilungen Augenheil-kunde, Dermatologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Strahlenheilkunde.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reprodukti-onskliniken. Rund 20 Millionen Patient:innen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patient:innen behandelt, davon 4,1 Millio-nen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszent-rale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 53 Kliniken, davon sechs in Lateinamerika, 70 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15 Millionen Pati-ent:innen behandelt, davon 14,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 40.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro.

Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 33 Kliniken und 38 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Konti-nenten. Mit rund 1.500 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistun-gen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.