Die Bayreuther Apothekengemeinschaft beantwortet Fragen zu Allergie-Medikamenten.

Heuschnupfen, das klingt niedlich und harmlos. Alle mit einer Pollenallergie wissen aber: Das ist er nicht. Und dabei wollen sich doch alle nur im Grünen unterwegs sein, ohne dass das Immunsystem „Alarmstufe Rot“ signalisiert, ohne dass die Augen tränen oder die Nase läuft. Die Bayreuther Apothekengemeinschaft beantwortet die wichtigsten Fragen zu entsprechenden Medikamenten für Allergiker.

Eine wichtige Rolle spielt der Botenstoff Histamin. Damit dieser eine allergische Reaktion auslösen kann, muss er an bestimmte Rezeptoren andocken können. Allergie-Medikamente, sogenannte Antihistaminika, unterbinden das. Sie gibt es als Tabletten, aber auch als Augentropfen oder Nasensprays. Der Unterschied: Tropfen und Sprays wirken in aller Regel lokal, während Tabletten erst einmal vom Körper aufgenommen werden müssen, der Wirkstoff an den Ort des Geschehens transportiert werden muss.

In der Gruppe der Antihistaminika gibt es verschiedene Wirkstoffe. Viele Präparate bekommt man ohne Rezept in der Apotheke. Ganz auf eigene Faust durchprobieren? Keine gute Idee. Man sollte sich immer beraten lassen, denn es kommt auf die Dosierung an. Und: Nicht jedes Medikament wirkt bei jedem.

Es gibt gute Gründe, nicht nur auf die Selbstmedikation zu setzen, sondern einen Arzt oder eine Ärztin mit ins Boot zu holen. Und zwar nicht nur, weil Fachleute eine Diagnostik anstoßen und feststellen können, ob sich bereits ein allergisches Asthma entwickelt hat. Ein weiterer Grund: Man muss die frei verkäuflichen Allergie-Medikamente dann womöglich nicht selbst zahlen.

Das war früher so, aber die Präparate, die mittlerweile in Apotheken verkauft werden, sind Antihistaminika der zweiten und dritten Generation. Sie sind so weiterentwickelt worden, dass sie zum einen weniger an die Rezeptoren des zentralen Nervensystems gehen. Zum anderen sind sie potenter, können also niedriger dosiert werden.

Es gibt einen Fehler, den viele mit einer Pollenallergie machen: Sie schlucken die Allergietablette erst in dem Moment, in dem die Augen brennen oder die Nase läuft. In der Saison sollte man antiallergische Tabletten vorbeugend jeden Tag einnehmen, also nicht nur bei Bedarf. Auch kortisonhaltige Nasensprays sollten vorbeugend eingenommen werden. In aller Regel sprüht man sie zweimal pro Tag. Und: Man sollte mit der Behandlung zwei Wochen vor der zu erwartenden Saison beginnen.

Die modernen Antihistaminika wirken 24 Stunden lang. Allerdings haben sie ihre hauptsächliche Wirkung in den ersten zwölf Stunden. Wer eher nachts Beschwerden hat, kann die Tablette eher am Abend nehmen. Wer eher am Tag Probleme hat, nimmt die Tablette am besten am Morgen.

Unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen – und bitte nicht aufgeben. Denn es gibt Behandlungsmöglichkeiten. Der Arzt oder die Ärztin kann prüfen, ob andere – möglicherweise rezeptpflichtige – Medikamente helfen können. Und vor allem: ob eine sogenannte Hyposensibilisierung sinnvoll ist, also an eine Therapie, die die Pollenallergie an ihrer Wurzel packt.

So schön eine blühende Natur ist, so sehr kann die Zeit für Heuschnupfen-Allergiker zur Leidenszeit werden. Mittel zur Linderung bietet die Bayreuther Apothekengemeinschaft. Foto: auremar - stock.adobe.com
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DIE BAYREUTHER APOTHEKENGEMEINSCHAFT 

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.