Bei einer ausgeprägten Herzinsuffizienz, auch als Herzschwäche bekannt, kann es sein, dass die elektrischen Signale im Herzen nicht richtig übertragen werden. Dann ziehen sich beide Herzkammern nicht mehr gleichzeitig zusammen. Als Folge pumpt das Herz zu wenig Blut in den Körper. Mithilfe von kleinsten elektrischen Impulsen sorgt ein CRT-Schrittmacher dafür, dass die Herzkammern wieder zeitgleich arbeiten.

Für die kardiale Resynchronisationstherapie setzen wir der Patientin oder dem Patienten in einer Operation meist drei Elektroden ein: Je eine Sonde wird im rechten Vorhof, der rechten Herzkammer sowie der linken Kammer des Herzens platziert.
Die Sonden werden an ein Schrittmachergerät angeschlossen, das meist unterhalb des Schlüsselbeins unter der Haut oder dem Brustmuskel implantiert wird. Die Operation dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Das Gerät stimuliert beide Herzkammern und bewirkt damit, dass diese wieder zeitgleich schlagen. Die Pumpkraft des Herzens nimmt wieder zu. Bei den meisten Patientinnen und Patienten verbessert sich das Befinden durch die Resynchronisationstherapie spürbar. Viele können wieder ohne Atemnot Treppen steigen oder leichte körperliche Arbeit verrichten.

Welche CRT-Schrittmacher gibt es? Diese Schrittmacher gibt es mit oder ohne einen sogenannten Defibrillator (umgangssprachlich „Defi“). Er kann im Notfall einen Stromstoß abgeben und so einen plötzlichen Herztod verhindern. Das kann manchmal sogar wehtun. Wie merkt man, dass man einen Herzschrittmacher braucht? Einen Schrittmacher benötigen Patientinnen und Patienten, wenn Schwindelgefühl, Leistungseinbrüche oder sogar Ohnmacht, insbesondere bei körperlicher Belastung, auftreten oder ein Herzstillstand zu befürchten ist. Welches Schrittmachersystem im Bedarfsfall infrage kommt, entscheiden unsere Experten mit Ihnen gemeinsam. Helios Klinikum

Dr. med. Markus Schlosser, Chefarzt der Medizinischen Klinik 1 im Helios Klinikum Meiningen, mit einem modernen Herzschrittmacher.
Dr. med. Markus Schlosser, Chefarzt der Medizinischen Klinik 1 im Helios Klinikum Meiningen, mit einem modernen Herzschrittmacher. Foto: Helios Klinikum

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Telefon: 03693 / 90-10 43

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.