Verletzungsgefahr bei spontanen Sportaktivitäten besonders hoch.

Man wollte doch nur mal kurz mit dem Enkel im Park eine Runde Fußball spielen, nun sitzt man in der Notaufnahme.

Solche Geschichten erlebt der Orthopäde Prof. Sven Ostermeier immer wieder. Bänderrisse beim Fußballspielen, Sprunggelenksverletzungen nach dem Fehltritt auf der Laufrunde – beides ist häufig Folge von fehlender Erwärmung. „Sehnen und Bänder sind dann rissgefährdeter“, sagt der Experte von der Gelenk-Klinik Gundelfingen.

Mit zunehmendem Alter werde es immer wichtiger, den Körper vor der sportlichen Betätigung erst einmal auf Betriebstemperatur zu bringen. Das heißt: Dehnen und Aufwärmen. Deshalb ist es beispielsweise eine gute Idee, mit dem Fahrrad zum Training zu fahren, weil der Körper dadurch schon aktiv ist. Ostermeier formuliert es so: „Man sollte nicht aus dem Sessel heraus mit dem Sport starten.“ Ein Kardinalfehler sei auch die Selbstüberschätzung. Niemand kenne das eigene Maß ganz genau, sagt der Experte. Er rät aber: „Man sollte nie direkt Hochleistungssportler sein wollen, sondern die eigenen Grenzen realistisch einschätzen.“ Denn wer es mit der Intensität übertreibt, riskiert ebenfalls Verletzungen. Darum gilt für die Bolzerei mit den Enkeln: Anfangs lieber einen ruhigen Ball schieben. dpa

Vor allem bei spontanen Sportaktivitäten ist im Alter die Verletzungsgefahr besonders hoch. Foto: Syda Productions - stock.adobe.com

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.