Wenn Ihre Großeltern die Gemüseernte aus ihrem Garten sauer eingelegt haben, war das immer köstlich? Dann kommt hier eine gute Nachricht: Sie bekommen das auch hin.

Die Rettiche und Möhren im Garten sind bereit zur Ernte – und es sind so viele, dass Sie sie für Salate oder als Rohkost kaum aufbrauchen können? Die Lösung: sauer einlegen und damit haltbar machen. So geht’s:

Welches Gemüse kann ich sauer einlegen?
Nahezu der ganze Regenbogen, den der Garten oder auch der Wochenmarkt hergibt. Am besten eignen sich laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) feste Gemüsesorten wie Gurken, Blumenkohl, Rote Bete, Paprika, Fenchel und Möhren. Wer rote Zwiebeln, Knoblauch oder Peperoni ergänzt, bringt noch mehr Würze ins Glas. Egal, worauf die Wahl fällt: Das Gemüse sollte möglichst knackig sein. Hat es bereits weiche oder sogar faule Stellen, sortiert man es besser aus.

Wie genau gehe ich vor?
Das Gemüse wird entweder kurz blanchiert oder roh genutzt und dann erstmal in eine mundgerechte Form geschnitten: in Stifte, Scheiben oder Würfel. Dann füllen Sie Ihre sauberen Schraub- oder Einweckgläser jeweils zu zwei Dritteln mit dem Gemüse. Im nächsten Schritt bringen Sie einen Essigsud zum Kochen. Er besteht aus einem Teil Essig, zwei Teilen Wasser, Salz und einem Süßungsmittel wie Honig oder Zucker.

Gemüseernte aus ihrem Garten sauer eingelegen
Für das Einlegen in Essig wählt man am besten festere Gemüsesorten. Doch auch weichere Sorten wie Zucchini oder Pilze lassen sich einlegen. Foto: dpa-tmn/Christin Klose

Ob Kräuter-, Weißwein- oder Apfelessig: Welchen Essig Sie wählen, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Wichtig ist nur, dass er einen Säuregehalt von fünf bis sieben Prozent hat.

Ein weiterer Tipp des BZfE: Das Salz sollte jodfrei sein, denn Jod lässt Gemüse weicher werden – und damit weniger knackig. Wer mag, rührt noch Gewürze in den Essigsud ein, zum Beispiel Pfeffer- oder Senfkörner, Dill oder Chili. Anschließend füllen Sie den Sud noch heiß in die Gläser, sodass er das Gemüse vollständig bedeckt. Dann heißt es: Deckel fest drauf und warten. An einem kühlen Ort sollten die Pickles mindestens zwei Wochen ziehen. Dann sind sie fertig zum Verzehr. Das eingelegte Gemüse peppt die Frühstücksstulle auf, passt aber auch als Topping auf Salate und Bowls oder als Beilage zu Gegrilltem. Oder ganz einfach: in Kombination mit Fladenbrot und Hummus. Mit dem Verbrauchen muss man sich nicht beeilen, denn sauer eingelegtes Gemüse hält sich mehrere Monate lang. Nach dem Öffnen sollte das Glas allerdings im Kühlschrank lagern, rät das BZfE. dpa/tmn

Copyright – Verlagsgruppe HCSB

Nach oben scrollen
2021_Logo_Schrift_Vorteilhaft-leben_Initiative_blanko

Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.