Kurzzeitpflege

Das Thema Pflege spielt für die meisten erst eine Rolle, wenn ein Angehöriger zum Pflegebedürftigen wird oder selbst Unterstützungsleistungen benötigt werden. Hilfestellung über alle Themen im Bereich Pflege bietet die Senioren- & Pflegeberatung des Roten Kreuzes Bayreuth. Dabei greift die Beratung aber nicht nur auf Leistungen des BRK zurück, sondern verfügt über ein großes Netzwerk und gute Verbindungen zu allen Trägern und Dienstleistern im Pflegebereich.

 

Pflegender Angehöriger zu sein ist keine leichte Aufgabe. Schnell sind die Grenzen der eigenen Belastbarkeit erreicht, doch der zu Pflegende muss weiter versorgt werden. Eine wichtige Unterstützungsleistung für die Angehörigen ist hier die sogenannte Kurzzeitpflege.

Die Kurzzeitpflege ist eine gute Möglichkeit, um pflegende Angehörige zu entlasten. Foto: Halfpoint - stock.adobe.com

Bis zu acht Wochen

Bei der Kurzzeitpflege handelt es sich um eine vollstationäre Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung für eine Übergangszeit. Alle Pflegebedürftigen mit einem Pflegegrad von 2 bis 5 haben Anspruch auf bis zu acht Wochen Kurzzeitpflege im Kalenderjahr, die durch die Pflegeversicherung bezahlt wird. Der maximale Zuschuss hierfür beträgt 1612 Euro im Jahr und kann beantragt werden, wenn pflegende Angehörige verreist oder krank sind, dringend entlastet werden müssen, der Gesundheitszustand des zu Pflegenden sich auf Zeit verschlechtert, der zu Pflegende im Krankenhaus war oder noch auf einen Pflegeplatz in einer Einrichtung wartet. Zudem können auch die Leistungsbeiträge der Verhinderungspflege (bis zu 3224 Euro pro Jahr, soweit dies noch nicht anderweitig für Leistungen der Verhinderungspflege herangezogen wurden) und der monatliche Entlastungsbeitrag in Höhe von 125 Euro für die Kurzzeitpflege eingesetzt werden.

Kurzzeitpflegeanträge sind über die jeweiligen Pflegekassen oder Krankenkassen erhältlich. Unterstützung beim Ausfüllen des Antrages, weitere Informationen, wo es Möglichkeiten zur Kurzzeitpflege gibt, und Antworten auf alle anderen Fragen zum Thema Pflege bietet die BRK Senioren- und Pflegeberatung des Roten Kreuzes Bayreuth.

 

Experten­kontakt:

BRK-Seniorenbüro

Hindenburgstraße 10

95445 Bayreuth

Tel: 0921 / 403-460

Mobil: 0170 / 2 10 66 61

Mail: info@brk-bayreuth.de

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.