Diabetes mellitus gilt als Ursache vieler Folgeerkrankungen.

Diabetes mellitus ist die Volkskrankheit Nummer 1 in Deutschland. Wir zählen gegenwärtig etwa 11 Millionen Menschen, die an dieser Stoffwechselstörung erkrankt sind. Experten schätzen, dass etwa weitere 2 Millionen Menschen nichts von ihrer Erkrankung wissen. Jährlich kommt ca. eine halbe Million Neuerkrankungen hinzu. Das ist eine erschreckende Zahl. Aber dieser Trend ist nicht nur in Deutschland zu beobachten, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern. Spitzenreiter sind neben Deutschland Portugal, Rumänien, und Malta. Hier leben die meisten Menschen mit Diabetes. Insgesamt sind in Europa etwas 8,8 % von Diabetes betroffen. In Nordamerika und der Karibik sind es sogar 13 %.

Früherkennung mit besonderer Bedeutung

Bei der „Zuckerkrankheit“, wie sie im Volksmund bezeichnet wird, liegt eine Stoffwechselstörung vor. Die Bauspeicheldrüse produziert kein (bei Typ1-Diabetikern) oder nicht genügend Insulin (Typ II-Diabetiker), welches benötigt wird, um die Kohlenhydrate zu spalten.
Der Früherkennung dieser Stoffwechselstörung kommt eine besondere Bedeutung zu, um Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus zu verhindern oder zu verzögern.

Bei den Symptomen Durst, verstärktes Wasserlassen, Müdigkeit und Gewichtsabnahme müssen wir hellhörig sein und dies als Hinweis auf eine Zuckerkrankheit werten. Um jedoch den Diabetes mellitus frühzeitig zu diagnostizieren, ist es wichtig, die Risikofaktoren für die Erkrankung zu kennen. Diese sind z. B. eine erbliche Veranlagung, Übergewicht und körperliche Inaktivität, Bluthochdruckleiden oder Schwangerschaftsdiabetes.

Bild Blutzuckermessung
Eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers ist bei der Behandlung von Diabetes sehr wichtig. Foto: Klinikum Bad Salzungen

Die wesentlichen Folgen einer diabetischen Krankheit der großen Gefäße umfassen die Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, die arterielle Durchblutungsstörung der Beine mit Gefahr der Amputationen und Schlaganfälle. Die diabetische Netzhauterkrankung, mit der Gefahr der Erblindung. Sie wird durch Gefäßveränderungen der kleinen Blutgefäße verursacht. Ebenso kann Diabetes auch zu einer diabetischen Nierenerkrankung führen.

Zeitig aktiv werden bei besonderer Gefährdung

Wer besonders gefährdet ist, sollte nach Möglichkeit zeitig aktiv werden, einen Diabetes-Risiko-Check machen und sich ärztlichen Rat holen. Bei einer zeitnahen, umfassenden und effektiven Diabetesbehandlung hat das langfristige positive Auswirkungen auf das arterielle Gefäßsystem.
Mit unserem nächsten „Talk im Klinikum“ am 26.04.2023 zum Thema „Diabetes mellitus“ möchten wir aufklären und damit helfen, die Zuckerkrankheit möglichst frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu therapieren. Nur so besteht die Möglichkeit, Folgeschäden und Folgeerkrankungen weitestgehend zu vermeiden. Die Diagnostik und Therapie des Diabetes mellitus hat sich in den vergangenen Jahren erheblich gewandelt. Wir möchten Ihnen die neusten Erkenntnisse einer erfolgreichen Diabetesbehandlung vermitteln. Dabei spielen natürlich die Bewegung und die Ernährung nach wie vor eine ganz wesentliche Rolle, sodass wir Ihnen in unserem zweiten Vortrag auch hilfreiche Tipps zur Ernährung geben wollen.

Expertenkontakt:

Klinikum Bad Salzungen GmbH
Dr. med. Martin Wernicke
Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I

Telefon Sekretariat: 03695/64-6501

Wie kann man der Zuckerkrankheit vorbeugen?

Diabetes mellitus gilt als Ursache vieler Folgeerkrankungen. Welche Symptome weisen auf einen möglichen Diabetes hin? Wie kann man der Zuckerkrankheit vorbeugen, wie wird sie diagnostiziert und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Welchen Einfluss haben Ernährung und Bewegung auf die Therapie?

Diese und weitere Themen werden im Rahmen des nächsten „Talk im Klinikum“ in Bad Salzungen am Mittwoch, 26. April, erörtert. Gerne können Sie Ihre ganz persönlichen Fragen stellen und erhalten von kompetenten Fachleuten eine Antwort.

Das Programm

17 bis 18 Uhr:
Kleiner Gesundheits-Check im Foyer des Klinikums: Messung des Blutdrucks und Blutzuckers, Bestimmung von Gewicht und BMI

18 bis ca. 19 Uhr:
Vorträge in der Cafeteria des Klinikums

Klinikum Bad Salzungen GmbH, Lindigallee 3, 36433 Bad Salzungen, Tel. 03695 / 640, www.klinikum-badsalzungen.de

Wer an Diabetes mellitus erkrankt ist und eine individuelle Ernährungsberatung benötigt, kann diese auch auf ärztliche Verordnung im Rahmen der Sekundärprävention erhalten. Dazu bedarf es der Verordnung vom Arzt und der Genehmigung durch die Krankenkasse. Die Ernährungsberatung wird von speziell ausgebildetem und zugelassenem Personaldurchgeführt. Eine Anmeldung und Terminplanungen ist unter Telefon: 03695 / 64-4830 möglich.

Copyright – Verlagsgruppe HCSB

Nach oben scrollen
2021_Logo_Schrift_Vorteilhaft-leben_Initiative_blanko

Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.