Die Dialyse im Helios Klinikum Meiningen hilft, wenn die Unterstützung bauchen.

Sind die Nieren geschädigt, können sie den Körper oft nicht mehr vollkommen eigenständig entgiften bzw. entwässern. Damit der Körper sich also nicht selbst vergiftet, wird eine Nierenersatztherapie notwendig. Wie etwa die Dialyse. Als eines der dafür möglichen Verfahren, dient die Dialyse dazu, überschüssiges Wasser, Salze und Giftstoffe aus dem Körper herauszufiltern. Damit stationäre Patient:innen für die sogenannte Blutwäsche nicht extra in andere Einrichtungen transportiert werden müssen, hält das Helios Klinikum Meiningen seit Beginn an eine eigene Dialysestation vor. Die ärztliche Versorgung dort erfolgt durch die nephrologische und internistische Belegpraxis der Dialyseexperten Dr. med. H. Berger, Dr. med. Ekkehart Nuhn, Dipl.-Med. S. Rau und Dr. med. M. Sabin-Stang.

Die beiden Zwillinge, bohnenförmig rechts und links im hinteren Bauchbereich gelegen, arbeiten ununterbrochen für unseren menschlichen Körper. Fünfmal pro Stunde fließt unser gesamtes Blut durch die Nieren. Sind sie gesund, reinigen sie unser Blut, filtern Stoffwechselschlacken heraus, regulieren den Wasserhaushalt und den Blutdruck. Setzt die Nierenfunktion im Laufe von Stunden oder Tagen aus, liegt ein akutes Nierenversagen vor. Die beiden Organe produzieren dann plötzlich keinen Harn mehr. Ein akutes Nierenversagen kündigt sich nicht nur durch eine nachlassende Urinproduktion an. Eher schwer zuordenbare Symptome wie körperliche Schwäche, Müdigkeit, Wassereinlagerungen in den Beinen oder der Lunge sowie Herzrhythmusstörungen können Vorboten eines drohenden Nierenversagens sein. Um bleibende Einschränkung der Nierenleistung zu verhindern, ist eine schnelle und präzise Diagnose wichtig. „Darauf abgestimmt werden gezielt therapeutische Maßnahmen eingeleitet, um bestehenden Flüssigkeitsmangel oder einen gestörten Urinabfluss zu beheben“, erklärt priv.-Doz. Dr. med. Michael Hocke, Chefarzt des Fachbereichs Innere Medizin II und Ärtzlicher Direktor des Helios Klinikums Meiningen.

Die Wächter des „Waschsalons“ – das Team im Helios Klinikums Meiningen. Foto: Helios Klinikum

Eine medikamentöse Therapie unterstützt die Nieren, ihre Arbeit wiederaufzunehmen. Wenn notwendig erhält der Körper bis dahin Unterstützung zur Entgiftung mittels Dialyse (Blutwäsche). „Zur Versorgung der Patient:innen mit nicht optimaler Nierentätigkeit stehen uns auf der Dialysestation sieben Bettplätze zur Verfügung. Dort behandeln wir vorwiegend Patient:innen während ihres stationären Aufenthaltes. Weitere sechs Dialyse-Plätze sind auf Intensivstation verfügbar und dienen der Behandlung von Akutpatient:innen in der Notfallversorgung“, erklärt Karla Sommer, Leitende Pflegekraft der Dialyse im Helios Klinikum Meiningen. Sie und ihr Teams aus insgesamt sieben ausgebildeten Dialyse-Pflegefachkräften tun alles dafür, dass sich ihre Patienten während der Blutwäsche wohlfühlen – schließlich dauert diese in der Regel zwischen vier und fünf Stunden pro Blutwäsche-Vorgang. Modern ausgestattet bietet jeder Bettplatz im Helios Klinikum Meiningen deshalb sowohl Fernseher als auch Radioanschluss. Durch eine gute räumliche Trennung – ein Vierbett-Zimmer, ein Zweibett-Zimmer und ein Einzelzimmer – können infektiöse Patient:innen von anderen isoliert behandelt werden. Die fachkundige Betreuung durch Dialysepflegefachkräfte und eine Visitation seitens eines Nephrologens garantieren den Patien:innen einen sicheren Dialysevorgang. Sind die Nieren dauerhaft nicht mehr in der Lage ihre Reinigungsfunktion zu erfüllen, spricht man von einer chronischen Niereninsuffizienz. Eine eingeschränkte Nierenfunktion wirkt sich nicht nur auf die Entgiftung des Körpers, sondern auf zahlreiche seiner anderen Funktionen aus. Die Ursachen für eine schleichende Schädigung der Nieren sind vielfältig, etwa Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Rauchen, falsch eingenommene Medikamente oder wiederholte Nieren- und Nierenbeckenentzündungen.

„Die davon betroffenen Patien:innen werden von unseren Belegärzten der Dialysepraxis Berger, Nuhn, Rau und Sabin-Stang mit Therapien behandelt, die an das Stadium ihrer Erkrankung angepasst sind. Dazu wird das chronische Nierenversagen in fünf Stadien eingeteilt (1 = leicht, 5 = schwer bzw. Dialysepflichtigkeit). Ziel ist es immer, eine weitere Verschlechterung der Nierenleistung zu verhindern“, so der Ärztliche Direktor.
Wird eine kontinuierliche Dialyse notwendig, erhalten die Patient:innen im Helios Klinikum Meiningen einen dauerhaften Zugang, einen so genannten Dialyseshunt. „Dafür stimmen wir uns eng mit unseren gefäßchirurgischen Kolleg:innen im Haus ab“, betont Sommer, die mit ihrem Team den Patien:innen auch zur Vorbereitung und Nachsorge einer Nierentransplantation zur Seite steht. Das Helios Klinikum Meiningen arbeitet hierfür eng mit dem Transplantationszentrum in unserer Region zusammen. Helios Klinikum

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.