Das reha team Nordbayern hilft mit speziellen Kissen und Matratzen gegen das Wundliegen.

In vielen Fällen ist bei einem schweren Verlauf einer COVID-19-Infektion der Patient für längere Zeit an sein Bett gebunden. Durch das dauerhafte Sitzen oder Liegen in der gleichen Position, lastet ein enormer Druck auf dieser einen Stelle. Die Folge: Durch diesen Druck wird die Durchblutung verringert, das Hautgewebe geschädigt und es kann zum Absterben des Gewebes kommen.

Dekubitus heißen solche Druckgeschwüre in der Fachsprache, umgangssprachlich nennt man es Wundliegen. „Mit Antidekubitus-Kissen und Antidekubitus-Matratzen kann man prophylaktisch hier viel entgegenwirken“, sagt Alfred Ziegler, Fachkraft für Dekubitusversorgungen beim reha team Nordbayern, Partner von Vorteilhaft leben.

Neben Patienten, die von einer starken COVID-19-Infektion betroffen sind, sind vor allem Menschen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind, z.B. Senioren, die altersbedingt nicht mehr aufstehen können, Patienten nach einer schweren Operation oder Rollstuhlfahrer, die viel Zeit im Sitzen verbringen oder sich nur eingeschränkt bewegen können, betroffen.

„Ganz schnell kann bei diesen Patienten-Gruppen wunde Stellen an Fersen, Gesäß, Schultern oder Ellenbogen auftreten“, sagt Alfred Ziegler. „Zunächst zeigt sich nur eine leichte Rötung der Haut“, beschreibt Ziegler. Doch das ist schon das Zeichen für eine mangelhafte Durchblutung des Gewebes. Die Folge: Das Gewebe stirbt ab. Es entstehen Wunden, die an offene Schürfwunden erinnern, später kann es auch zu „tieferen Wunden kommen, die bis auf den Knochen gehen“, so Ziegler.

Foto: reha team Nordbayern

„Wichtig ist, dass man den dauerhaften Druck von den gefährdeten Körperstellen wegnimmt“, sagt der Experte. In der Pflege wird daher alle zwei Stunden ein Lagerungswechsel empfohlen. Doch das ist nicht immer leistbar. Beim reha team Nordbayern gibt es deshalb spezielle Hilfsmittel, die für eine Druckentlastung sorgen und das Dekubitus-Problem minimieren können.

Hilfreich sind sogenannte Lagerungskissen, die formbeständig sind und eine Lagerung des Körpers unterstützen. „Wichtig ist dabei die Formstabilität, damit der Patient nicht wieder in die vielleicht gewohnte, aber belastete Position zurückfällt“, unterstreicht Alfred Ziegler. Doch natürlich muss auch beim Einsatz von Lagerungskissen die Position immer wieder verändert werden, um den Druck zu verteilen.

Das reha team Nordbayern hat darüber hinaus spezielle Matratzen in zwei verschiedenen Ausführungen im Sortiment. Zum einen sind das sogenannte Weichlagerungsmatratzen. Eine weiche Oberfläche lässt den Körper tiefer und gleichmäßig einsinken, was zu einer Druckverteilung führt. Zum anderen gibt es „Luftmatratzen“ mit einem Wechseldrucksystem. Eine solche Matratze besteht aus Luftkammern, die von einem Aggregat in stetigem Wechsel immer wieder mit Luft gefüllt und entleert werden. Damit wird der Auflageschwerpunkt – und damit der Druck – immer wieder auf verschiedene Stellen verteilt.

„Solche Produkte sind gerade in der häuslichen Pflege enorm wichtig.“
Was Alfred Ziegler ausdrücklich betont: Weder Lagerungskissen noch spezielle Matratzen können das Wundliegen allein verhindern. „Es kommt auch auf den Gesamtzustand des Patienten, seine Ernährung, Bewegungsfähigkeit sowie die grundsätzliche Pflege an“, unterstreicht er. Dennoch können die Hilfsmittel – sowohl zur Prophylaxe als auch im Heilungsprozess – wichtige Unterstützung liefern. „Entscheidend ist jedoch, dass die Hilfsmittel an die jeweilige Lebenssituation optimal angepasst sind“, so Ziegler. Deshalb rät er zu einem möglichst frühzeitigen und umfassenden Beratungstermin.

Alfred Ziegler: „Mit all unserer Erfahrung wählen wir dann die passenden Produkte aus, um den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes den Druck zu nehmen.“

reha team Nordbayern
Gesundheitstechnik GmbH
Am Bauhof 11
95445 Bayreuth
Telefon: 0921 74743-0
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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.