Wie mit dem Anbau und Verzehr von Kartoffeln Wasser eingespart werden kann – Rezept mit Pasta aus Kartoffeln.


Warum die Kartoffel sehr ressourcenschonend ist und wie man auch nach dem Kochen das Wasser sinnvoll nutzen kann, weiß die Kartoffel-Marketing GmbH. Im Vergleich mit anderen Lebensmitteln liegt die Kartoffel beim Ressourcenverbrauch klar im Vorteil. Geschäftsführer Dieter Tepel: „Für uns sind Kartoffeln schon jetzt das Essen der Zukunft. Mit einem durchschnittlichen weltweiten Wasserverbrauch von 290 Litern pro Kilogramm[1] sind sie wesentlich ressourcenschonender als beispielsweise Getreide mit 1350 Litern oder Reis mit durchschnittlich rund 2500 Litern. Vor allem bei uns in Deutschland, wo das Wasser für die Kartoffeln zum großen Teil aus Niederschlägen wie Regen oder Schnee stammt, weisen sie mit einem Wasserverbrauch von nur 135 Litern pro Kilogramm eine gute Bilanz auf.“ Aus diesem Grund ist der regionale Einkauf von Kartoffeln besonders nachhaltig.

Kartoffelwasser doppelt nutzen

Doch nicht nur die Wahl der Kartoffel als Lebensmittel trägt zur nachhaltigen Ernährung bei – auch nach dem Kochen ist Wassersparen möglich: indem das Kartoffelwasser genutzt wird. Wer es nach dem Kochen auffängt, kann es für unterschiedliche Zwecke in Garten und Haushalt wieder verwenden.

Ungesalzenes Kartoffelwasser eignet sich aufgrund der Mikronährstoffe wie Phosphor und Eisen als natürliches Düngemittel und als Gießwasser. Aber auch Unkraut wird mit Kartoffelwasser bekämpft: Dazu einfach das heiße Wasser auf das Unkraut gießen. Die Hitze bekämpft die oberirdischen Teile des Unkrauts und die Stärke der Kartoffel verstopft die Pflanzenporen.

Pasta aus Kartoffeln: Lecker essen und gleichzeitig den Wasserverbrauch reduzieren.
Pasta aus Kartoffeln: Lecker essen und gleichzeitig den Wasserverbrauch reduzieren. Foto: KMG/die-kartoffel.de

Nicht nur im Garten lässt sich das Kartoffelwasser weiterverwenden, sondern auch im Haushalt: Hier ist das stärkehaltige Wasser als Putzmittel und natürlicher Fettlöser beliebt, um Bratpfannen oder Oberflächen aus Kunststoff zu säubern. Heiß in den Abfluss gegossen, beugt es außerdem Verstopfungen vor. „So triumphiert die Kartoffel als nachhaltige und wassereffiziente Pflanze wirklich. Nichts wird vergeudet. Wasser, Dünger und Putzmittel können ganz nebenbei eingespart werden“, erklärt Dieter Tepel.
Passend zum Weltwassertag empfiehlt die Kartoffel-Marketing GmbH ein leckeres Kartoffelgericht, welches einen Teil des Weizens für die Nudeln durch Kartoffeln ersetzt und so zur Schonung der Wasserressourcen beiträgt.

Rezept-Tipp

Kartoffel-Tagliatelle mit Pilz-Rahm-Sauce

Für die Pasta 500 Gramm festkochende Kartoffeln waschen und in Salzwasser kochen. Das Wasser abgießen (und gegebenenfalls für die weitere Verwendung in Haushalt und Garten auffangen), die Kartoffeln pellen und noch heiß durch die Kartoffelpresse drücken.
300 Gramm Mehl (Typ 405) auf eine saubere Arbeitsplatte geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Den Kartoffelbrei, ein Eigelb und 40 Gramm Olivenöl in die Mulde geben und von der Mitte aus nach außen hin die Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Ein zweites Eigelb nur hinzugeben, wenn der Teig zu trocken bleiben sollte.

Den Kartoffel-Nudelteig so lange kneten, bis er die richtige Konsistenz hat. Anschließend den Nudelteig zu einem Ball formen, mit Frischhaltefolie umhüllen und in den Kühlschrank stellen. Nach 30 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen und vierteln.
Aus jeder der vier Nudelteig-Portion zuerst ein Bällchen formen. Das Teigbällchen mit bemehlten Händen und auf einem bemehlten Teil der Arbeitsplatte mit dem Nudelholz auswalzen.
Den Teig entweder mit einem entsprechenden Aufsatz der Nudelmaschine oder eine dünn ausgewellte Teigplatte mit einem scharfen Messer in fingerbreite Streifen schneiden. Die rohen Kartoffelnudeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen oder an einem Trockengestell für Pasta aufhängen.

Für die Champignon-Rahm-Sauce:

500 Gramm Pilze (Champignons, Steinpilze oder Kräuterseitlinge) putzen und vierteln. Ein Bund Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden. Eine Zitrone waschen und halbieren. In einer Schüssel 200 Gramm Schlagsahne mit dem Handrührgerät halb steif schlagen.
Zwei Teelöffel Butter in einer Pfanne schmelzen. Die Pilzviertel darin 5 Minuten lang anbraten, ab und zu wenden. Die Frühlingszwiebelringe hinzugeben und das Ganze salzen und pfeffern. Die Sahne hinzugeben und die Champignon-Sahne-Sauce mit dem Zitronensaft abschmecken.
Wasser mit etwas Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Kartoffel-Tagliatelle hineingeben und aufkochen lassen. Die Nudeln nach 90 Sekunden abgießen oder mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser holen und in einem Sieb kurz abtropfen lassen.
Die Kartoffelpasta auf einen Teller geben und mit der noch warmen Pilz-Rahm-Sauce anrichten. Das Gericht mit den gehackten Kräutern (z. B. Petersilie oder Basilikum) und, sofern gewünscht, mit gehobeltem Parmesan überstreuen.
https://www.landwirtschaft.de, KMG

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.