Ab wann brauche ich ein Hörgerät?

Expertentipp von Lucas Kirchgäßner, Hörakustikmeister bei Hallmann in Bayreuth

Obwohl den meisten Menschen mit Hörproblemen Hörgeräte helfen würden, trägt nur jede siebte betroffene Person regelmäßig welche im Ohr. Warum?

Lucas Kirchgäßner: Grund dafür sind Vorurteile, die längst überholt sind. Vielen Menschen fällt es schwer, sich ein Hörgerät anzuschaffen. Sie benutzen eine ganze Reihe von Ausflüchten, um ihr Handeln zu rechtfertigen. Aber Hören und Verstehen ist ein zentraler Teil unseres täglichen Lebens. Es leiden nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch für die Angehörigen sowie befreundete Personen ändert sich der Alltag.

Wie erkenne ich eine Hörschwäche?

Wenn ich „schön“ sage, hören ältere Menschen „Fön“ und bei „Bretter“ verstehen sie „Blätter“: Die ersten Anzeichen einer Hörminderung sind daran zu erkennen, dass das Gegenüber meint, der andere spreche undeutlich. Meist setzt sich eine Hörminderung schleichend ein und bleibt lange unbemerkt.

Kann ein unbehandelter Hörverlust mein Gedächtnis schwächen?

Ja, denn schon das erste Entstehen eines Hörverlustes und leichte Hörminderungen haben einen deutlichen Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten des Gehirns. Studien konnten nachweisen, das hörgeminderte Menschen ohne Hörgerät ein viel höheres Risiko für Demenzerkrankungen haben. Deshalb ist es wichtig, früh den Schritt zum Hörakustiker zu wagen. In einer kostenlosen Höranalyse bei Hallmann wird abgeklärt, welche Schritte notwendig sind, um das Sprachverstehen wieder auf Vordermann zu bringen.

Lucas Kirchgäßner

Wie können Hörgeräte helfen?

Wer länger hört, bleibt länger fit im Kopf. Denn ein gutes Hörvermögen schützt vor Altersdemenz. Umso wichtiger ist es daher, eine Hörschwäche ernst zu nehmen und mit einem Hörtest beim HNO-Arzt oder Hörakustiker für Gewissheit zu sorgen. Mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und Messungen können selbst kleinste Veränderungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. So kann man aktiv und effektiv mit Hörgeräten gegen Hörminderungen vorgehen.

Möchten Sie mehr zu diesem Thema wissen? Rufen Sie an unter der Gratis-Hör-Hotline: 0800 412 6000.

Expertenkontakt

Hallmann Bayreuth
ehem. Fischer Optik-Akustik

Richard-Wagner-Str. 18
95444 Bayreuth

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.