Unterstützung und Wissen helfen, das Leben nach der Diagnose zu meistern.

Jeden Tag steht für 41 Menschen in Deutschland nach der Diagnose Multiple Sklerose (MS) die Zeit still, circa 280 000 Menschen leben hierzulande zurzeit mit der noch unheilbaren Krankheit.

Im Durchschnitt erhalten sie ihre Diagnose mit 33 Jahren – ein Alter, in dem man mitten im Beruf steht, vielleicht eine Familiengründung plant oder schon Kinder hat und viele Zukunftspläne schmiedet. So war es auch bei Sabrina W., bei der im Sommer 2021 mit 32 Jahren nach Sehstörungen eine MS festgestellt wurde.

Wie kann es gelingen, nach der MS-Diagnose positiv in die Zukunft zu blicken?

Wie viele Erkrankte, war die Lehrerin zunächst geschockt, sah sich schon im Rollstuhl und versuchte, die MS zu verdrängen. Doch dann stellte sie sich der Herausforderung. Sie suchte sich Unterstützung, begann eine Behandlung und sagt heute: „Aufgeben ist keine Option!“ Diese Botschaft steckt auch im Motto „Diagnose MS: Mit Mut und Stärke leben lernen“ des Welt-MS-Tags 2024, das Wettbewerbsgewinnerin Sabrina erdacht hat. „Mir ist es wichtig, dass man auch mit der Diagnose MS positiv in die Zukunft blicken kann. Jeder einzelne Mensch hat Stärken und positive Fähigkeiten, die nach wie vor zur Geltung kommen sollten.“ „Nimm die Herausforderungen an und mach dein eigenes Ding!“, sagt sie.

Welt-MS-Tag

Unterstützung ist dabei wichtig. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) steht Menschen mit MS mit Informationen, persönlicher Beratung und vielen weiteren Angeboten zur Seite, sie fördert unabhängige MS-Forschungsprojekte und hilft mit ihrer Stiftung in Notlagen weiter. Mit der auch international eingebundenen Kampagne zum Welt-MS-Tag am 30. Mai bietet sie Gelegenheit, Gemeinschaft aufzubauen und in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit für die Krankheit zu wecken. Informationen und Teilnahmemöglichkeiten dazu finden sich auf den Social-Media-Kanälen des DMSG-Bundesverbandes und auf www.dmsg.de. Dort gibt es ab Ende März auch die Möglichkeit, am Wettbewerb zur Umsetzung des Mottos teilzunehmen.

Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff (v. m.) ist Schirmherr der neuen DMSG Online-Akademie.
Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff (v. m.) ist Schirmherr der neuen DMSG Online-Akademie. Foto: djd/DMSG

Neue Akademie

Unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff hat die DMSG jetzt außerdem eine Online-Akademie für Bewegung und Lebensstiländerung gegründet. Unter akademie.dmsg.de bietet sie ein umfangreiches Informations- und Fortbildungsangebot zu den Themen Prävention, Krankheitsbewältigung, Bewegung, Ernährung und Rehabilitation – für Menschen mit MS, Trainer und Therapeuten, aber auch für Interessierte und Angehörige. Denn Wissen ist wichtig. djd

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.